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Aktive | 1. Mannschaft | Spielberichte | 01.07.2017
01.07.2017
VfB Ginsheim – der Aufstieg in die höchste hessische Spielklasse

Teil 6 ….die sportliche Leitung und die Trainer

Genau genommen kann der Werdegang des VfB Ginsheim von einem Verein aus der hessischen Provinz zu einer Adresse im hessischen Oberhaus neben der viel beschriebenen guten Jugendarbeit des Vereins und den jeweiligen Gremien im Vorstand insgesamt mit sieben Personen in Verbindung gebracht werden, die seit 1993 im sportlichen Bereich die Hebel von Misserfolg auf eine unaufhaltsame Erfolgswelle umgelegt haben. Nach dem Absturz in die seinerzeit tiefste Spielklasse war es Trainer Richard Rosenbaum in der Saison 1992/93 vorbehalten, die 1. Mannschaft mit dem Meistertitel in die A-.Klasse Groß-Gerau zurückzuführen. Es dauerte nun einige Jahre, bis dem Walldorfer Klaus Fiederer in der Saison 1998/99 mit dem Aufstieg in die Bezirksliga der große Wurf gelang, dem Verein in seiner ehemals angestammten sportlichen Heimat wieder einen Platz zu verschaffen. Gerade einmal vier Jahre später gelang dem Dornheimer Marcus Spahn das Kunststück, mit dem VfB Ginsheim in die Bezirksoberliga aufzusteigen, in eine Spielklasse, in welcher der Verein noch nie gespielt hatte. Hatte man damals geglaubt, mit diesem Aufstieg etwas Einmaliges geschaffen zu haben, folgte unter Trainer Holger Kurth in der Saison 2010/11 mit der Meisterschaft in der Gruppenliga Darmstadt und dem damit verbundenen Aufstieg in die Verbandsliga Hessen Süd eine weitere Anhäufung glanzvoller Meilensteine der Klubgeschichte. Nach zwischenzeitlichem Abstieg schaffte es das Trainergespann Carsten Hennig und Artur Lemm in der Saison 2013/14 erneut in die Verbandsliga Hessen Süd aufzusteigen und nunmehr in der Saison 2016/17 mit der Einkehr in die Hessenliga einen Erfolg für die Ewigkeit in die Vereinsgeschichte zu buchen.

Marcus Spahn war seit dem Jahr 2000 mit kleinen Unterbrechungen immer dabei, sowohl als Trainer als auch als sportlicher Leiter und darf ohne Zweifel als einer der Wegbereiter dieser einmaligen Erfolgsstory des Vereins bezeichnet werden. Insoweit ist die Vorstellung seiner Person auch an den Anfang dieses Abschnitts gestellt.
Wenn das Sprichwort, „der Erfolg hat viele Väter“ jemals einen realen Bezug zum VfB gehabt haben sollte, dann trifft dies u.a. auch auf Marcus Spahn zu. Marcus ist als Sportlicher Leiter in der abgelaufenen Aufstiegssaison zweifelsohne der Motor im Umfeld des Teams gewesen. Der gebürtige Frankfurter war Anfang des Jahrhunderts viele Jahre Trainer des VfB, entwickelte eine Mannschaft, die mit dem Aufstieg in die damalige Bezirksoberliga dem VfB einen bis dahin nie dagewesenen Erfolg bescherte. Nach berufsbedingter Aufgabe des Traineramtes und einer kurzzeitigen Auszeit ist er nun seit einigen Jahren als Spielausschussvorsitzender im geschäftsführenden Vorstand des Vereins. Der bekennende HSV-Fan ist im positiven Sinne ein „Fußballverrückter“, der seine knapp bemessene Freizeit zum großen Teil beim VfB verbringt.

Artur Lemmleitet zusammen mit Carsten Hennig seit der Saison 2013/14 das Training für die 1. Mannschaft und hat sogleich mit dem Aufstieg in die Verbandsliga Hessen Süd einen Einstand nach Maß gefeiert. Nach Platz 6 in der Saison 2014/15 und einem überragenden vierten Platz in der Folgesaison, in der man lange um den Aufstieg mitspielte, stand in der Saison 2016/17 mit dem Aufstieg in die Hessenliga am Ende ein Erfolg, der nach Abwägung aller möglichen Gesichtspunkte wohl so schnell nicht mehr zu toppen sein wird. Ein Erfolg, der großen Raum in den Annalen des Vereins einnehmen wird, eines Provinzvereins, der in die überregionale Fußballwelt aufgestiegen ist. Dies ist auf eine Leistung von Trainern und Team zurückzuführen, die äußersten Respekt verdient.

Der in Nikopol/Ukraine geborene Artur Lemm begann im Alter von sechs Jahren beim FSV Mainz 05 mit dem Fußballspielen und blieb während seiner gesamten Jugendzeit dem Verein treu. Vielleicht war es diese Kontinuität, die bei Artur irgendwann die Lust erzeugte, in der Zeit danach eher verschiedene Sichtweisen kennenzulernen , als die in der statischen, weil immer gleiche Umgebung. Zahlreiche Vereine bildeten die Stationen in seiner aktiven Zeit in Rheinland-Pfalz, dem Saarland und in Hessen, die ihm zum Teil große Erfolge als Spieler bescherten. Artur war Mitglied der Aufstiegsmannschaften von SG Walluf (2000, Aufstieg in die Oberliga Hessen), 1..FC Eschborn ( 2003, Aufstieg in die Regionalliga Süd) und FC Kutzhof (2006, Aufstieg in die Oberliga Südwest). Außerdem hatte er nach eigenem Bekunden mit Saarlandpokalsieger FC Kutzhof im Jahr 2005 in der 1. Runde des DFB-Pokals im Spiel gegen Borussia Mönchengladbach vor 12000 Zuschauern sein persönliches Karriere-Highlight. Weitere wichtige Stationen waren der SV Wehen Wiesbaden, die SG 01Höchst und SC Idar-Oberstein. Artur Lemm war von 2007-2009 Spielertrainer bei der SpVgg. Ingelheim und bekleidete dieses Amt auch beim TV Haßloch in der Zeit von 2010 bis Dez. 2011.

Im Alter von fünf Jahren begann Carsten Hennig beim VfB mit dem Fußballsport in der damaligen F-Jugend. Sein außergewöhnliches Talent fiel schon bald auf und so wechselte er nach dem Gewinn der Bezirksmeisterschaft in der B-Jugend zu den A-Junioren des FSV Mainz 05. Hier entwickelte er sich unter Trainer Bert Balte weiter und ging den nächsten Schritt mit dem Wechsel zur Frankfurter Eintracht, in deren U 23 er in den Jahren 1995-1997 in der Regionalliga Süd spielte. Auch hatte er hier drei Einsätze im Profiteam in der damaligen 2. Bundesliga. Mit dem Wechsel zum FSV Frankfurt blieb er in der Stadt, nur wenige Meter trennten beide Vereine vom Riederwald zum Bornheimer Hang. Der FSV wurde zu seiner zweiten Heimat, zunächst in den Jahren 1997 bis 2001.Nach einem einjährigen Intermezzo beim VfR Mannheim in der Regionalliga Süd kehrte er in der Saison 2002/03 zum FSV zurück, wo er bis zum Juni 2007 verblieb. Im Anschluss kamen zwei Spielzeiten beim SV Wehen Wiesbaden hinzu, bevor Carsten in der Saison 2009/10 zu seinem Stammverein VfB Ginsheim zurückkehrte. Neben seinem gleichzeitigen Engagement als A-Jugendtrainer des FSV Frankfurt und in dessen Scouting-Abteilung spielte er unter Holger Kurth in der Gruppenliga, bevor in der Saison 2012/13 als Spielertrainer des VfB auch hier sein Erfolgsweg begann. Bis auf eine Verletzungspause in dem letzten Drittel der vergangenen Saison gehörte der Gymnasiallehrer vorwiegend als Innenverteidiger zum Stammpersonal des Aufsteigers.

Bei der nächsten Person handelt es sich um eine, bei der man nie so recht weiß, ob Mimik und Aussagen den tatsächlichen Begebenheiten entsprechen oder aus dem Repertoire eines Schelms entstammen. Eigentlich immer gut drauf und dennoch mit Ernsthaftigkeit beim zielorientierten Torwarttraining trifft man an den Trainingstagen den Ungarn Laszlo Vagi sen . auf dem Sportgelände an. Laszlo begann im Alter von zehn Jahren in seiner Heimatstadt Budapest mit dem Fußballsport als Torhüter von der F- bis zur A-Jugend im damaligen Erstligaverein SC Csepel und wurde mit 15 Jahren in die ungarische Jugendnationalmannschaft und damalige Budapest-Auswahl berufen. Mit Stolz berichtet er von der Auszeichnung als bester Torhüter bei einem Turnier in Belgrad und gibt weiter an, noch als A-Jugendlicher mit 18 Jahren sein erstes Zweitligaspiel bestritten zu haben. Nach dem Abitur wurde Laszlo zum Militär eingezogen und spielte hier in einer Militärmannschaft in der 3. Liga mit dem Vorteil der Besserstellung gegenüber anderen Soldaten. 1986 kam er nach Deutschland und spielte hier bis 1989 bei der SKG Stockstadt unter anderem in der Bezirksoberliga. Über eine jahrelange Tätigkeit beim FC Weißkirchen kam er zum TSV Trebur, mit dem er in die Bezirksoberliga aufgestiegen ist und bei dem er die meiste Zeit seines Fußballlebens verbrachte. Im Alter von 45 Jahren spielte er nochmals beim SV Dersim im Tor und zusammen mit seinem ältesten Sohn Laszlo jun. in der Bezirksoberliga. In Trebur wiederum hatte er gar das Glück eines gemeinsamen Spiels mit seinem jüngeren Sohn Patrick. Laszlo ist nunmehr seit 15 Jahren Torwarttrainer, war tätig u.a. in Trebur, Griesheim und Walldorf, bevor er 2011 zum VfB wechselte. Eigenen Angaben zufolge fühlt er sich beim VfB sehr wohl und wünscht sich hier noch ein längeres Engagement. Das wünscht dem sympathischen Torwarttrainer auch der Chronist. Berühmt berüchtigt und gleichzeitig amüsant sind seine Auftritte bei der alljährlichen Weihnachtsfeier der Aktiven, insbesondere als „Laudator“ von Luki Langenstein.

Irgendwie gehören die beiden nachfolgend aufgeführten Personen zum Trainerstab und nicht in die allgemeine Abteilung der Betreuer, denn sie sitzen an den Spieltagen auf der Bank neben den Ersatzspielern und in unmittelbarer Nähe der Trainer.

Marc Liefke durchläuft derzeit eine Ausbildung zum Physiotherapeuten, die voraussichtlich im März 2018 beendet sein wird. Seit der Saison 2015/16 ist Marc nun dabei und kümmert sich um die Belange verletzter Spieler. Marc spielte selbst Fußball und hat in der Jugend bei Germania Gustavsburg bis zu den C-Junioren gegen den Ball getreten, bevor er zu Fontana Finthen wechselte und dort die Mannschaften der C, B und A-Jugend in der Verbands-und Landesliga durchlief. Danach hatte er in Ginsheim in der Vorbereitung mitgewirkt, sich aber eine schwere Verletzung zugezogen, die ihn bis heute an der Ausübung des Fußballspiels hindert. Er beabsichtigt aber, hier wieder mit dem Fußballspiel zu beginnen.

Als gute Seele der Mannschaft kann man Karl-Heinz Görlich (Vater von Lukas) bezeichnen, der seit der Saison 2015/16 beim VfB als unmittelbarer Betreuer der 1. Mannschaft tätig ist. Heinz ist sowohl in den Trainingseinheiten als auch an den Spieltagen als „Vitaminversorger“ zuständig und kümmert sich auch sonst um die Belange der Spieler, wenn sie das eine oder andere Problem plagt. Er war selbst ein guter Fußballer und spielte in seiner Jugend in seiner Heimatstadt Griesheim bei der Viktoria von 1962-1970, von wo aus er in der Saison 1968/69 in die Hessenauswahl der A-Junioren berufen wurde. Von 1970-1972 war er in der 1. Mannschaft aktiv, mit der er 1971 Vizemeister in der Bezirksliga (heute Gruppenliga) geworden ist. In den Jahren 1973-1976 spielte Heinz Görlich bei der TuS Griesheim, bevor er von 1977-1980 als Spielertrainer bei der SG Sarrod (Vogelsberg) tätig war. Bis 1985 spielte er dann bei der SKV Büttelborn, wo er anschließend 15 Jahre als Jugendtrainer aktiv war. Weitere 5 Jahre übte er diese Funktion bei Viktoria Griesheim aus, um dann der dortigen A-Jugend bis 2011 als Betreuer zur Verfügung zu stehen, bis er anschließend diese Funktion bei der dortigen 1. Mannschaft bis 2014, am Ende mit dem Aufstieg in die Hessenliga, ausübte. Heinz Görlich - ein Leben für den Fußball.
In der kommenden Ausgabe mit der letzten Folge der Serie befassen wir uns mit den Betreuern der aktiven Mannschaften, bei denen erstmals auch eine Frau vertreten ist.
Marcus Spahn
Carsten Hennig
Artur Lemm
Lazlo Vagi
Marc Liefke
Karl-Heinz (Kalle) Görlich
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