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Verein | News | 05.02.2020
05.02.2020
Ordnung der Finanzen hat Priorität bei VfB Ginsheim

Mit transparenten Entscheidungen will Manfred Saul als neuer Vorsitzender des VfB Ginsheim das Vertrauen der Mitglieder gewinnen.

Autor: Uli Wirtz-von Mengden

GINSHEIM - 89 Gegenstimmen bei 225 stimmberechtigten Vereinsmitgliedern gab es bei der Hauptversammlung für den neu gewählten Vorsitzenden des VfB Ginsheim, Manfred Saul. Der bisherige Jugendleiter bekam aber auch 125 Ja-Stimmen von seinen Befürwortern. Das reichte einerseits für seinen Wahlerfolg, anderseits deckte es tiefe Gräben in der Mitgliederschaft auf.
„Wir sind in den letzten Jahren sportlich rasant gewachsen, konnten aber finanziell und auch von den organisatorischen Ressourcen nicht mithalten“, ging Saul am Montag bei einem Nachgespräch im VfB-Vereinslokal auf der städtischen Sportanlage in die Analyse.
Grob teilt er die widerstreitenden Lager in solche Mitglieder, die sehr emotional seien, was eben auch ein nicht unerheblicher Teil des Fußballs wäre, und solche, die eher rational an die Lösung gingen. Zu letzteren rechnet er sich selbst, die kopfgesteuert die zahlreichen Erfolge bis hinauf in die Hessenliga bei den Aktiven und eine enorm gewachsene Jugendabteilung mit vielen Meisterschaften mit dem sonstigen Vereinsleben des Fußballclubs in Einklang bringen wollen.

Dem 61-jährigen Maschinenbau-Ingenieur im Vorruhestand darf man unterstellen, dass er es gewohnt ist, in logischen Strukturen zu denken und kausale Zusammenhänge erkennen zu können. Allerdings gehört er auch zum alten Schlag von Vereinsfunktionären, denen der soziale Zusammenhalt enorm wichtig ist. Nicht unbedingt als romantische Vorstellung, sondern rational: „Ohne einen funktionierenden Gesamtverein gäbe es auch keine erste Mannschaft, die zu den besten in Hessen zählt“, ist er sich sicher. Deshalb hat er seine vereinsinterne Gegnerschaft, auch von den aktiven Spielern der drei Erwachsenenmannschaften gab es jede Menge Gegenstimmen, eingeladen, sich an einem Reformprozess des 1916 gegründeten Vereins zu beteiligen.
Bei der ersten Vorstandssitzung habe sich das komplett neu gewählte Gremium bereits auf eine Prioritätenliste mit 40 Punkten geeinigt, die abgearbeitet werden sollen. Ganz oben steht die Ordnung der Finanzen, wobei der neue Vorstand auch gerne auf externen, professionellen Sachverstand setzen möchte. Unabdingbar sei es, bei einem Jahresetat von rund 360 000 Euro einen Finanzplan aufzustellen.
Technisch und inhaltlich erneuerungsbedürftig ist die Homepage des VfB, die immer noch die alten Funktionsträger auflistet, von denen einige schon seit Monaten den Verein verlassen haben. Mit transparenten, für jeden im Verein nachvollziehbaren Entscheidungen will Saul das Vertrauen gewinnen, dass das neue Vorstandsteam den VfB in eine gute Zukunft führt. „Sage, was man tut, tue was man sagt“, ist dabei sein Motto. Es sei sein großer Wunsch, dass die vielen Sponsoren trotz der in die Öffentlichkeit getragenen Querelen seinem VfB die Treue halten. Saul hofft, dass sich sportliche Erfolge, finanzielle Stabilität, die starke Jugendarbeit als solide Basis im Verein und nicht zuletzt das überaus ausgeprägte Ehrenamt wieder in Balance bringen lassen.

ZUR PERSON
Manfred Saul ist seit 53 Jahren Mitglied beim VfB Ginsheim. Er begann als Jugendspieler und durchlief die Mannschaften bis zu den Erwachsenen. Als Funktionär war er beim VfB unter anderem als Geschäftsführer und auch schon einmal für drei Jahre als Vorsitzender tätig. Vor 20 Jahren setzte er als Jugendleiter bei der Nachwuchsarbeit auf ein einheitliches Trainingssystem, das mit dazu beigetragen hat, dass inzwischen rund 250 Kinder und Jugendliche in 16 Teams dem Ball hinterher jagen. Damit sind auch auf der neuen städtischen Sportanlage, wohin der VfB 2015 zog, schon wieder die Kapazitätsgrenzen erreicht. (uli)
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