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Verein | News | 09.05.2020
09.05.2020
Die Schiedsrichter des VfB Ginsheim, Teil 7

Till Koziol….etwas Sinnvolles tun und anderen helfen

Mit 22 Jahren gehört er schon zu den Veteranen in der aktuellen Gilde der VfB-Schiedsrichter. Seit 2011 leitet Till Koziol Fußballspiele und ist zusammen mit Timo Hager und Maxi Martin nun schon seit knapp zehn Jahren für den Verein, aber auch für den Fußballsport insgesamt, an der „Pfeife“. Seine fußballerischen Fähigkeiten seien ausbaufähig gewesen, meinte er in seinen Ausführungen, so dass sich für ihn mit der Ausübung der Tätigkeit als Schiedsrichter eine weitergehende Verbindung zum Fußballspiel angeboten habe. Bereits als Spieler habe er die Rolle des Schiedsrichters mit großem Interesse wahrgenommen und verfolgt, der Übergang vom Spieler zum Unparteiischen als Ergebnis seiner Überlegungen sei daher fast zwangsläufig erfolgt.

Till erinnert sich noch sehr genau an sein erstes Spiel als Schiedsrichter im März 2012 in der Begegnung der E-Junioren zwischen dem SV 07 Raunheim und SV 07 Nauheim, dem er sehr aufgeregt, aber auch voller freudiger Erwartung entgegengesehen habe. Weniger erfreulich zugegangen sei es in dem anschließenden Aufeinandertreffen der D-Junioren zwischen SV 07 Raunheim und der SKG Bauschheim nach einem von Till verhängten Strafstoß wegen Handspiels, das nicht wenige der Anwesenden als „Schutzhand“ angesehen hätten.

Gerne blickt Till auf seinen ersten Einsatz als Assistent in einem Pflichtspiel im November 2013 mit dem jetzigen Kreislehrwart Patrick Werner in einem Abendspiel zwischen den U14-Mannschaften von Eintracht Frankfurt und SV Darmstadt 98 in der C-Jugend-Hessenliga zurück. Ebenso angetan sei er in einer anderen Begegnung in der C-Jugend-Kreisliga von einer erwähnenswerten Fairness eines Jugendspielers gewesen. Jener habe bei einer zu seinen Gunsten getroffenen Entscheidung auf Freistoß ein gegnerisches Foulspiel mit dem Hinweis verneint, ohne Fremdeinwirkung gefallen zu sein. Für Till steht hier beeindruckendes Fairplay im Vordergrund, das in dieser Weise nicht allzu oft auf dem Fußballplatz vorkomme.

Auch von einem Missgeschick weiß Till zu erzählen, das sich in der Begegnung der D-Jugend-Teams von SKV Mörfelden und VfR Groß-Gerau zugetragen hat. Hier habe er vergessen, seine auf das vorherige Spiel in der E-Jugend auf 25 Minuten pro Halbzeit eingestellte Uhr an die Spielzeit von 30 Minuten für D-Junioren anzupassen. Er habe deshalb die schon in die Halbzeitpause geschickte Mannschaften wieder aufs Spielfeld zurückholen und das Spiel mit Schiedsrichterball fortsetzen müssen.

Till berichtet im Zusammenhang mit seiner Tätigkeit als Schiedsrichter von der Steigerung seines Selbstbewusstseins und der Förderung der Fähigkeit, schwierige Entscheidungen zu treffen. Der Kontakt mit vielen unterschiedlichen Charakteren aus allen Bevölkerungsschichten mit mehr- oder minder ausgeprägter Sozialkompetenz habe seine Selbstsicherheit angehoben, was sich auch in seinem beruflichen Alltag positiv bemerkbar mache.

Fußball sei eine tolle Nebensache, meint Till, der deshalb bedauert, dass einige Spieler und Funktionäre diesen Sport zu wichtig nähmen und den Schiedsrichter nicht immer als Sportkameraden betrachten würden. Ein Teil der Jugendspieler sei durch derartiges Verhalten in negativer Weise beeinflusst.

Ambitionen, seine derzeitigen Einsätze als Schiedsrichter von Jugendspielen auf Kreisebene und als Assistent in der Junioren-Hessenliga sowie Herren-Gruppenliga nach oben anzupassen, sind bei Till zumindest derzeit eher nicht vorhanden. Er sei eher aus Vereinstreue und Spaß am Fußball dabei, könne allerdings aufgrund von Wechselschichtdienst und Wochenendarbeit auch nur eingeschränkt eingesetzt werden. Apropos Vereinstreue: Hier ist ein familiärer Zusammenhang möglicherweise nicht ganz auszublenden, denn sein Großvater Alfred Rauch ist schon seit ewigen Zeiten Mitglied beim VfB, für den er im Spielausschuss über zwölf Jahre, insbesondere in den siebziger Jahren, Vereinsarbeit geleistet hat und als akribischer Chronist und prima Vereinskamerad in Erinnerung ist. Seine Aufzeichnungen waren bei der Erstellung der Chronik/Festschrift zum 100jährigen Vereinsjubiläum von besonderem Wert.

Sein Blick auf den „großen Fußball“ halte sich in Grenzen, fährt Till fort. Dennoch registriere er freudig, wenn Mainz 05 gute Ergebnisse erzielt und punkten kann. In Manuel Gräfe und Björn Kuipers sieht er herausragende Referees.

Till Koziol ist derzeit in der Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger und steht kurz vor dem im Sommer terminierten Staatsexamen. Er sieht in den Anforderungen in diesem Beruf durchaus Parallelen zu den Anforderungen an den Schiedsrichter. In beiden Fällen seien ein hohes Maß an Empathie und die Fähigkeit notwendig, auch in stressigen und belastenden Situationen Ruhe und Überblick zu bewahren. Seine Berufswahl sei die logische Konsequenz seiner Lebensphilosophie, etwas Sinnvolles zu tun und anderen zu helfen.

Eine verantwortungsvolle und schwere Aufgabe hat sich unser junger Kamerad da ausgesucht, die sich momentan allgemeiner und höchster Anerkennung gewiss sein kann. Es bleibt zu wünschen, dass diese sogenannten „Helden im Alltag“ es auch dann noch sind, wenn sich die Zeit nach Corona weiter dreht. Denn deren Tätigkeiten für das Gemeinwohl sind von hohem Wert.

In der nächsten Folge schauen wir über Kreis-, Bezirks, und Landesebenen hinaus auf den Bundesligafußball der B-Junioren.

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