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Verein | News | 23.05.2020
23.05.2020
VfB Ginsheim: Unsere Schiedsrichter, Teil 10

….die Schiedsrichter im Fußballsport

Sie sind Bestandteil des Personals auf dem Spielfeld, ohne sie wird der Ball nicht angestoßen. In der Regel machen sie weitaus weniger Fehler als die spielenden Akteure und stehen dennoch nicht selten in der Kritik. Zwar mögen auch falsche Entscheidungen hierfür eine Rolle spielen. Oftmals werden sie jedoch auch als Alibi missbraucht, wenn das spielende Personal eigene Unzulänglichkeiten nicht wahrhaben will oder die geneigte Anhängerschaft sich von einer völlig falschen Erwartungshaltung an das eigene Team leiten lässt. Warum tun sie sich das an, die Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter (SR), möchte man fragen.

Um es vorweg zu nehmen: Nicht alle Fußballer oder Fußballanhänger sind zur Leitung von Spielen befähigt, weshalb die Vereine über jede Sportlerin oder jeden Sportler froh sind, die sich dazu berufen fühlen und geeignet ansehen, diese gewiss nicht leichte Tätigkeit auszuüben. Mittlerweile sind gute und auf Nachhaltigkeit besonnene Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter genauso begehrt wie gute Balltreter, was in dem einen oder anderen Fall auch schon zu Vereinswechseln geführt hat, da im abwerbenden Verein bessere Bedingungen vorzuliegen schienen. Im Soll fehlende Referees bedeuten für die Vereine ein leidiges Thema, führt dieser Umstand heutzutage doch zu Geldstrafen oder gar Punktabzügen.

Nun zurück zur Frage nach den Motiven, die junge Leute beeinflussen, SR werden zu wollen: In den vergangenen Wochen haben wir in einer Serie über die eigenen SR des VfB Ginsheim versucht, dem nachzugehen und dabei interessante Einblicke in die Gefühlswelt unserer Sportkameraden erhalten. Neben der „Liebe zum Fußballsport“ führten einige in aller Offenheit auch ihre eigenen eher überschaubaren fußballerischen Fähigkeiten an, weswegen schließlich der Wechsel zum neutralen Sportdress erfolgt sei. Man wollte dem Sport auf diese Weise verbunden bleiben. Zudem habe man wissen wollen, wie sich das Spiel aus einer anderen Sicht anfühlt.

Durchgängig war aus den Ausführungen der jungen Leute im Alter von 13 bis 22 Jahren zu entnehmen, dass die Ausübung der Schiedsrichtertätigkeit zusätzlich ein auslösendes Moment für eine positive Persönlichkeitsentwicklung erzeugt habe, aus dem sich u.a. Anhebung des Selbstbewusstseins, leichterer Umgang mit Kritik und Steigerung der eigenen Durchsetzungsfähigkeit entwickelt hätten.

Sie sind gerne SR, war den einzelnen Berichten zu entnehmen, ohne dass sie dabei den Blick verlören auf gesellschaftliche Veränderungen, die eine Spielleitung nicht immer einfach machten. Verwerfungen, die oftmals in fehlender Einsicht ihren Nährboden hätten, stellten Herausforderungen dar, ebenso wie falsche Vorbilder an der Außenlinie, die Kindern und Jugendlichen eigentlich Anleitung zur Sportlichkeit und Anstand geben sollten. Andererseits geht aus den Schilderungen auch das Erleben freundschaftlicher Gesten gastgebender Vereine hervor wie auch die Begegnung mit fairen Sportlern, die eine Spielleitung zum Erlebnis werden ließen.

Den SR als Sportkamerad auf dem Spielfeld anzusehen und seine Leistung zu verstehen, sollte in das Bewusstsein auch derer rücken, die noch nicht erkannt haben, dass sich das Fußballspiel verändert hat. Denn es hat sich verändert zu einem von Tempo geladenen Spiel, das ein noch schnelleres Erkennen und Ahnden von Regelverstößen erforderlich macht. Trotzdem liegen die SR in überwiegendem Maß mit ihren Entscheidungen richtig, was dem Betrachter beispielsweise in TV-Übertragungen oftmals erst nach der zweiten oder dritten Zeitlupe zugängig wird. Eine Leistung, die nicht hoch genug zu würdigen ist.

Auch hat sich das Erscheinungsbild der SR im positiven Sinne geändert, von der gebieterischen Haltung früherer Jahre in uniformmäßig wirkender Kleidung hin zur lockeren Konversation und vielfältigem Farbmuster. Ein Deniz Aytekin beispielsweise schafft es immer wieder, in lockerer Gestik zu handeln, ohne seine Autorität zu verlieren.

Zwölf Schiedsrichter sind für den VfB tätig, die allesamt aus der Jugendabteilung des Vereins stammen. Eigene Empfindungen und Überzeugungsarbeit des langjährigen Jugendleiters Manfred Saul haben dazu beigetragen.

Die junge Garde Ginsheimer Schiedsrichter, Personen wie Du und ich, ein Erfolgsmodell, das zur Nachahmung empfohlen wird. Die Vereine haben dem Verband voraus, an der Basis agieren zu können, sind deshalb näher dran an potentiellem Nachwuchs, so die Erkenntnis. Nur auf diese Weise wird man auf Dauer der Misere fehlender SR begegnen können.
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