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Verein | News | 15.06.2020
15.06.2020
Torhüter Oldie Achim Groß: „Positiv verrückt ist der passende Ausdruck“

Mainzer Allgemeine Zeitung

Montag, 15.06.2020

Das Fußball-Urgestein unterstützt drei Klubs in verschiedenen Funktionen. Nur die Fußballschuhe holt er nicht mehr vom Nagel.

Ein letztes Intermezzo: 2017 half Achim Groß nochmals im Tor der TSG Hechtsheim bei der Landesliga-Partie gegen RWO Alzey aus. (Archivfoto: hbz/Stefan Sämmer) FRIESENHEIM - Das rheinhessische Torhüter-Urgestein Achim Groß kann es auch mit fast 52 Jahren nicht lassen. Als Spieler hat er den Kasten von zehn Klubs gehütet – seine Jugendstationen bei DJK Eppstein, VfR Frankenthal und dem 1. FC Kaiserslautern nicht mitgezählt. Gerade engagiert sich der Friesenheimer neben seinem Hauptberuf als Sachbearbeiter bei der Behörde für Sonderabfall in RLP (SAM GmbH) in Weisenau bei drei Vereinen gleichzeitig. Die AZ sprach mit dem früheren Oberliga-Keeper, der einst für / die FCK-Amateure und Südwest Ludwigshafen in vier Jahren rund 40 Partien bestritt und für Hassia Bingen und Spvgg. Ingelheim in Verbands- und Oberliga in 15 Jahren gut 400 Spiele absolvierte.

Herr Groß, stimmt es wirklich, dass Sie drei Vereinen in drei unterschiedlichen Funktionen unter die Arme greifen?

Ich bin im Moment für zwei Vereine tätig. Beim hessischen Oberligisten VfB Ginsheim als Sportlicher Leiter und Co-Trainer der zweiten Mannscha und als Torwart-Trainer bei Bezirksligist FSV Oppenheim. Für die TSG Hechtsheim bin ich nicht mehr aktiv tätig, kann mich aber auch nicht ganz lösen. Beratende Funktion ist die beste Beschreibung dafür – zum Beispiel gebe ich für die TSG auch mal einen Brief beim Sportbund ab.

Muss man dafür ein positiv Verrückter sein?

Zu allen Vereinen habe ich einen besonderen Bezug – positiv verrückt ist hier der passende Ausdruck. Auf jeden Fall braucht man ein gutes Zeitmanagement. Schließlich sind Sie voll berufstätig.

An wie vielen Tagen in der Woche sind Sie im Einsatz – und was sagt Ihre Familie dazu?

Natürlich muss das zeitlich passen. In Ginsheim habe ich erst Ende Januar begonnen und Corona hat zur Entschleunigung ungewollterweise beigetragen. Im Normalfall bin ich an vier Tagen unterwegs, in Stunden kann man das nicht rechnen. Meine Ehefrau steht da hinter mir. Aber das geht allen so, die im Sport unterwegs sind. Ohne einen Partner, der das toleriert, funktioniert es nicht. Ihre wichtigste Funktion ist die des Sportlichen Leiters in Ginsheim. Wie kam es, dass Sie dort angeheuert haben? Im Sommer 2019 hatte ich aufgrund eines Spielerwechsels zur TSG Hechtsheim Kontakt mit dem damaligen Jugendleiter Manfred Saul. Wir kennen uns von meiner aktiven Zeit in Ginsheim 2006 bis 2008. Dabei kamen wir ins Gespräch für ein Engagement beim VfB. Der Verein ist top aufgestellt – aber Corona macht allen Vereinen Probleme. Gewinner aus dieser Zeit sind Vereine mit großen Rücklagen und Sponsoren, die ihren Verein trotzdem unterstützen können. Unser Konzept mit vielen kleinen Sponsoren ist / eigentlich der richtige Weg, Corona macht aber hier einen Strich durch die Rechnung. Deshalb ist es ungemein schwieriger, neue Spieler nach Ginsheim zu holen. Meine Aufgabe ist es, eine oberligataugliche Mannscha zusammenzustellen, die den finanziellen Gegebenheiten des Vereins entspricht.

Beim VfB agieren ein paar auch in Rheinhessen gut bekannte Gesichter, oder?

Mit Matze Güldener als Trainer und Marcel Kostadinov als spielendem Co-Trainer haben wir bekannte Akteure aus dem Mainzer Raum. Zur neuen Saison kommt noch Denis Oriana dazu, den einige aus seiner Zeit in Hechtsheim kennen. Er war ebenfalls schon mal beim VfB.

Wird Ihnen nicht angst und bange angesichts der wirtscha lichen Situation des Vereins und der starken Konkurrenz in der Hessenliga?

Den Gürtel müssen viele Vereine enger schnallen, Gewinner gibt es aus jeder Krise. Ich vertraue auf die gute Zusammenarbeit mit den Trainern und glaube daran, dass wir für die neue Saison gut aufgestellt sein werden, um der wirklich starken Konkurrenz trotzen zu können. Zurück zu ihrem Job als Torhüter-Coach in Oppenheim.

Das können Sie als früherer Toptorwart besonders gut, oder?

Die Aufgabe als Torwart-Trainer möchte ich nicht missen. Es macht mir Spaß, mit den jungen Torhütern zu arbeiten und auch das Umfeld trägt dazu bei, dass ich mich in Oppenheim wohlfühle. Und natürlich fließen die Erfahrungen meiner Aktivenzeit hier mit ein.

Ginsheim, Oppenheim, Hechsheim – welche der drei Tätigkeiten macht Ihnen am meisten Spaß?

Es macht alles Spaß – manches mehr, manches weniger. Ich denke, ich bin mehr Trainer als Funktionär.

Bleibt da noch Zeit für eigene sportliche Aktivitäten?

Sie könnten doch bestimmt noch bei jedem A-Klassen-Klub das Gehäuse hüten. / Meine sportlichen Aktivitäten beschränken sich auf das Torwarttraining und als Co- Trainer aufs Hütchen aufstellen. Mehr lässt meine Arthrose im Sprunggelenk nicht zu. Also hängen die Fußballschuhe am Nagel.

Das Interview führte Michael Heinze.

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