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Verein | News | 11.10.2020
11.10.2020
SV 1920 Steinbach - VfB Ginsheim 2:0 (2:0)

…nicht selbstbewusst genug

Es ist nicht einfach und auch nicht angenehm, als Berichterstatter für den VfB die richtige Gewichtung zu finden bei der Beurteilung der derzeitigen Leistungen des Ginsheimer Teams, wie auch derjenigen im Spiel beim SV 1920 Steinbach.
In der ersten halben Stunde hatte man den Eindruck, dass der Gastgeber mit enormen Respekt in diese Partie ging, gleichwohl der VfB in dieser Phase sehr tief stand und keinerlei Gefahr ausübte. Denn bis auf Michael Houdek, der in vorderster Front auf sich alleine gestellt war und im Passspiel der Steinbacher Abwehrkette aufgerieben wurde, näherte sich kaum ein zweiter Gästeakteur dem gegnerischen Gehäuse. Und so lässt die derzeitige Verfassung der Ginsheimer Mannschaft die durchaus berechtigte Frage zu, wie und mit welchen Mitteln man den Klassenerhalt denn schaffen will, wenn wie vorliegend gegen einen keineswegs überzeugenden und auch nicht zur Creme der Hessenliga zählenden Gegner absolut mutlos agiert wurde. Mutlos, anstatt mit forschem Auftritt seinen Willen zu präsentieren, dass man das Spiel unbedingt gewinnen möchte.
Bezeichnend für die Harmlosigkeit der Gäste war deren erste Möglichkeit durch Christian Makana in der 20. Min., als dieser vom gegnerischen Torhüter Vladan Grbovic angespielt wurde und so aus einer Entfernung von ca. 20m zum Torschuss kam. Noch davor hatte der SV allerdings durch Luca Uth seine erste Torchance, der nach einem Abwehrfehler aus 8m freistehend das Tor knapp verfehlte. Nach einer feinen Einzelleitung von Houdek, der sich den Ball erkämpfte und von der Grundlinie auf den freistehenden Haris Jakubovic passte, hatte man vorsorglich schon den Torschrei parat. Haris zeigte jedoch Nerven und verfehlte aus einer guten Position aus etwa 12m mit einem Schuss über den Kasten den Führungstreffer (32.). Im weiteren Verlauf litt das Ginsheimer Spiel wie fast in jeder Begegnung unter zahlreichen Fehlpässen, die einfach nicht aus den Beinen zu bekommen sind. Die noch so gut angedachten Spielzüge bleiben somit oftmals schon nach dem zweiten Pass in der Entwicklung stehen. Wie man es besser macht, zeigte der Gastgeber in der 42. Min. Wie aus dem Lehrbuch gelangte der Ball von der linken Seite von Thore Hütsch über drei weitere Stationen auf die rechte Außenbahn zu Fabian Wiegand, dessen scharfe Hereingabe von Leon Wittke aus kurzer Distanz zum Führungstreffer veredelt wurde. Das beeindruckte derart, dass schon zwei Minuten später mit dem Treffer von Petr Kvaca das Spiel bereits entschieden war.
In der zweiten Halbzeit hatte der VfB zwar mehr vom Spiel, scheiterte allerdings an druck- und ideenlosen Aktionen, weshalb nur wenige nennenswerte Möglichkeiten, wie eine von Denis Oriana und später mit einem satten Schuss von Houdek, der an der Parade von Grbovic scheiterte, auf der Habenseite übrig blieben (88.). Dagegen scheiterten Dominik Hanslik und Kvaca in der Kontersituation nach ihren Alleingängen am glänzenden Brandon Dorth, der wiederholt eine starke Leistung zeigte (58., 75.). Auch Marcel Kostadinov, der Oldie im Team, ist mit seinem unermüdlichen Einsatz und starkem Stellungsspiel zu erwähnen und dann Matthias (Matze) Manneck. Der Junge ist aus dem Holz geschnitzt, wie man solche Typen in jeder Mannschaft braucht. Matze ist nach seiner Einwechslung stets sofort auf der Höhe und total fokussiert. Eine scharf hereingebrachte Flanke bereinigte Matze mittels Flugkopfball vor einem „einköpfbereiten“ Gegenspieler, Einsatz pur nennt man das, mit dem der junge Mann andere weniger gute Qualitäten auszugleichen versucht. Was am Ende sonst noch bleibt, ist die völlig unnötige gelb-rote Karte von Retsuya Himeno in der 92. Min., von einem anderen Youngster, der in den letzten Wochen so angenehm in Erscheinung trat.

Nun kommt am Sonntag mit Hessen Dreieich eine Torfabrik in den Jugend- und Sportpark, die gerade Dietkirchen so mal nebenbei mit 9:0 abfertigte. Vielleicht kommt das Spiel gerade richtig, denn es kann sich zu einem Charaktertest entwickeln, sollte es zumindest. Eine willkommene Gelegenheit bietet sich dabei jedem, der davon überzeugt ist, dass er es besser kann. So wie zumindest in den Spielen gegen Zeilsheim, Fernwald und Hadamar, in denen höhere Qualitäten erkennbar waren.
Anstoß gegen Dreieich ist um 15 Uhr. Der geneigte Zuschauer sollte sich aus der Tagespresse oder den sozialen Medien Informationen über das Corona-Geschehen und die Maßnahmen der Behörden informieren.
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