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Verein | News | 24.11.2020
24.11.2020
Die Fußball-Hessenliga in der Saison 2020/21 im Zeichen der Pandemie

…Unterbrechung der Vorrunde nach dem 12. Spieltag

Hohe Infektionszahlen erforderten Ende Oktober zahlreiche einschränkende Maßnahmen innerhalb des gesellschaftlichen Zusammenlebens, wovon auch der Fußballsport nicht verschont blieb. So wurde die Spielrunde in der Hessenliga nach dem 12. Spieltag zunächst auf unbestimmte Zeit und anschließend mit Beschluss des Hessischen Fußballverbandes vorläufig bis zum Jahresende ausgesetzt.

Für die Mannschaft von Matthias Güldener und Marcel Kostadinov bedeutete dies ein jähes Ende der seit geraumer Zeit einsetzenden positiven Entwicklung, die sich schon im Spiel bei RW Walldorf und erst recht im Auswärtsspiel beim FC Eddersheim weiter verfestigt hatte. Es bleiben somit noch sieben Spiele bis zum Ende der Vorrunde, die unter Umständen schon entscheidende Wirkung entfalten könnte, denn mit Bestimmtheit kann schon zum jetzigen Zeitpunkt davon ausgegangen werden, dass es in dieser Saison 2020/21 keinen kompletten Saisonverlauf geben wird.

Noch sieben Spiele, in der Reihenfolge des Spielkalenders handelt es sich dabei um die Begegnungen gegen SC Waldgirmes, TuS Dietkirchen, KSV Baunatal,1. FC 1906 Erlensee, Hanauer FC, SV Hünfeld und SV Neuhof. In nächster Zeit stellen wir als kleinen Service für unsere Mitglieder, Zuschauer und Freunde unsere jeweiligen Gegner vor mit Notizen aus deren Geschichte, sportlichen Entwicklung und geografischen Heimat. Wir beginnen mit einem Verein aus Mittelhessen.

Der Sportclub (SC) Waldgirmes im Lahntal bei Wetzlar, ein Portrait eines erfolgreichen Fußballvereins

Der SC Waldgirmes gründete sich im Jahr 1929 als Sportgemeinde Waldgirmes und erlebte nach dem zweiten Weltkrieg seine Wiedergründung im Jahr 1945. Alsbald danach trennten sich Fußballer im Jahr 1948 vom Gesamtverein und feierten als FC den Aufstieg in die A-Klasse (heute KOL). Die SG zog sportlich nach, so dass in dem damals 2500 Einwohner zählenden Dorf zwei Fußballvereine im Jahr 1950 in der A-Klasse dem runden Leder nachjagten. Nach der Wiedervereinigung der beiden Vereine mit dem Clubnamen SC erreichten die Fußballer schon 1953 den Aufstieg in die damalige 2.Amateurliga Süd, der man bis zum Abstieg im Jahr 1958 für fünf Jahre angehörte. 1965 gelang der erneute Aufstieg in die Bezirksliga Süd des Bezirks Gießen-Marburg und 1970 gar Meisterschaft und Aufstieg in die Gruppenliga (heutige Verbandsliga). Dieser gehörte man für fünf Jahre an, nach dem Abstieg erfolgte schon drei Jahre später der erneute Einzug in die zweithöchste hessische Amateurklasse (Landesliga Mitte). Der SC etablierte sich hier bis ins Jahr 1992 als Dauergast, verschmerzte den Abstieg schnell mit dem erneuten Aufstieg ein Jahr später. Knapp ein Jahrzehnt später stellten die Fußballer mit dem Aufstieg in die Hessenliga den bis dahin größten Vereinserfolg nach 18 Siegen, 7 Unentschieden und nur 3 Niederlagen sicher, dem der unmittelbare Abstieg und erneute Aufstieg in die Hessenliga in einem Herzschlagfinale gegen Stadtallendorf folgten. Der SC gehörte nun für viele Jahre zu den Etablierten im hessischen Oberhaus und krönte seine fußballerische Entwicklung mit dem Meistertitel im Jahr 2009, allerdings unter Verzicht auf den Aufstieg in die Regionalliga, da Vereinsstruktur und Spielstätte nach Meinung der Verantwortlichen dem entgegenstanden. Hiervon profitierte der FC Bayern Alzenau mit dem Zugang in die vierthöchste deutsche Spielklasse.

Der SC spielte seinerzeit auf einem hohen Level, was sich mit den jeweiligen Vizemeisterschaften in den darauffolgenden Spielzeiten 2009/10 und 2010/11 widerspiegelte. In der Relegation der Saison 2012/13 erfolgte allerdings die Zurücksetzung in die Verbandsliga, der mit dem erneuten Meistertitel jedoch die alsbaldige Rückkehr in die Hessenliga im Jahr 2017 folgte.

Derzeit Zeit belegt die Mannschaft von Trainer Mario Schappert den 7. Tabellenplatz mit 18 Punkten und einem Torverhältnis von 24:21. Erfolgreichste Torschützen sind Barbaros Koyunca (6), Laurin Dante de Bona (3) und Oliver Schmidt (3).

Auch der Unterbau der ersten Mannschaft erlebte erfolgreiche Jahre ab 1995 bis 2005 in der damaligen Bezirksoberliga, aus der man in jenem Jahr gar in die Verbandsliga Hessen Mitte aufstieg, nach einem zwischenzeitlichem Abstieg im Jahr 2013 gelang der Wiederaufstieg und Verbleib in der Verbandsliga bis ins Jahr 2019.

Der SC legte auch immer Wert auf seine Jugendarbeit und zeigte auch hier erfolgreiche Vereinsarbeit, so mit den A-Junioren, die seit den späten siebziger Jahren viele Jahre in der Landesliga Hessen, der höchsten Jugendklasse unseres Verbandes, mitwirkten. 2010 gelang der erneute Aufstieg in diese Liga, derzeit spielt die Mannschaft in der Verbandsliga Nord.

Die Fußballer des SC Waldgirmes dürfen sich nach alledem hoher Wertschätzung erfreuen als Markenzeichen guten Fußballsports auf der hessischen Landkarte.

Auch anderweitig glänzten Mitglieder des Vereins, so im Jahr 2003, als sie in Eigenregie einen Kunstrasenplatz errichteten. Ebenso entstand eine Stehtribüne für den Rasenplatz in ehrenamtlicher Arbeit.

Der SC Waldgirmes ist ein Mehrspartenverein, neben Fußball bietet der 750 Mitglieder zählende Verein noch Damengymnastik, Ski-Gymnastik, Tischtennis und Radsport an.

Der Ortsteil der Gemeinde Lahnau befindet sich im Lahn-Dill-Kreis im Lahntal zwischen Wetzlar-Naunheim und Lahnau-Dorlar, zählt derzeit 3200 Einwohner und blickt auf eine knapp 1250jährige Geschichte nach der ersten Erwähnung im Lorscher Codex im Jahr 771 zurück.

Fotos: Norbert Kaus





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