Verein

Vereinskalender

Vereinslokal

Aktive

Nachwuchs

AH

Events

Fans

Media

Sponsoren

Kontakt

Impressum


Verein | News | 28.11.2020
28.11.2020
Wer erinnert sich noch …

…von der Theke in die Vereinsarbeit

In unserer Serie über Menschen im Verein, die sich in besonderer Weise um das Allgemeinwohl verdient gemacht haben, erinnern wir heute an Werner Neumann. Der mittlerweile 81jährige zog im Jahr 1998 nach Ginsheim und kam als ehemaliger Fußballer sehr schnell als Zuschauer zu den sonntäglichen Spielen des VfB. Nach den Spielen fiel den Stammgästen des Vereinsheimes der Fremde auf, der alleine an der Theke verweilte. Helfried Stöckl vermutete in Werner einen Späher eines anderen Vereins, so jedenfalls erinnert sich Werner an die erste Begegnung mit Helfried. Oskar Reibold und Reinhold Englisch kümmerte eine derartige Mutmaßung nicht, eher schon, den Fremden an den Stammtisch zu holen mit der Aufforderung, sich künftig den Gesellen an der ovalen Holzplatte anzuschließen. Von nun an war Werner einer der unsrigen, begleitet von einem Raketenstart in die Vereinsarbeit. Das übliche Frage und Antwort-Spielchen starteten mit der Frage:“ Hoste Lust und Zeit, donn konnste vielleicht e bisje helfe.“ Mer brauche immer Leit fer die Vereunsarbeit.“ Noch 1998 war Werner Neumann im Spielausschuss, dem er bis zu seinem Wegzug nach Worms im Jahr 2008 angehörte. In all‘ den Jahren war Werner ein äußerst zuverlässiger und gewissenhafter Vereinsmitarbeiter, der seine Aufgaben mit großem Engagement erledigte und mit denen er nach und nach gar zum Multifunktionäre wurde. Denn als die Arbeiten im Platzaufbau niemand mehr übernehmen wollte, nahm sich Werner diesen Tätigkeiten ebenfalls an, zu denen sich schließlich noch die Kabinenreinigung an den sonntäglichen Spielen anfügte. Werner wurde zu einem der wichtigsten Mitarbeiter, eine Säule im Verein, der schon alsbald bemerkte, wie wichtig Werner geworden ist. Für seine Verdienste wurde Werner für den DFB-Ehrenamtspreis vorgeschlagen, den er im Jahr 2005 entgegennehmen durfte.

Der in Müncheberg im Landkreis Märkisch-Oderland in der Nähe von Frankfurt an der Oder aufgewachsene Werner flüchtete später mit seiner Mutter in die Bundesrepublik und kam hier nach Rheinhessen, wo er als Torhüter auch in Monzernheim (Wonnergau) und bei der Ostova Osthofen in der 2. Amateurliga Fußball spielte.

Der gelernte Möbelschreiner und spätere Industriemeister war ein geselliger Typ, der zusammen mit einigen anderen VfB-Veteranen über Jahre hinweg u.a. Gegenden bereiste, aus denen nach dem Krieg viele Neubürger in den Altrheinort kamen. Fahrten nach Osttschechien ins Altvatergebirge im früheren Sudetenland gehörten ebenso dazu wie in das südliche Ungarn in ehemalige Gebiete der Donauschwaben. Aber auch Müncheberg war im Rahmen eines Aufenthaltes in Brandenburg ein Ziel, das Werner nutzte, um seinen älteren Bruder nach vielen Jahren einmal wiederzusehen.

Werner hinterließ eine Lücke, die nur sehr schwer mit der Verteilung der Arbeiten auf mehrere Schultern zu schließen war. Werner Neumann ist jemand, an den man noch in Jahren gerne zurückdenkt.

VfB-Ginsheim Smartphone-App
für iPhone und Android laden ...

FuPa.net: Tabellen/Statistiken
1. Mannschaft
U23
U21
U19
website security