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Verein | News | 10.01.2021
10.01.2021
Wer erinnert sich noch…

Helma Brabänder und unvergessene Erinnerungen an das alte Vereinsheim am alten Sportplatz

Der 8. Juni 1991 war ein Tag, den sie nie vergessen wird. Es war ein Samstag, der am Ende einer ereignisreichen Woche aus Anlass des 75. Geburtstages des VfB Ginsheim noch einmal einen Höhepunkt der Festwoche liefern sollte. Eine Oldie-Night mit den Welkebachs, Wheap, Graham Bonney und den Tremeloes heizte das begeisterte Publikum noch einmal mächtig ein, insbesondere der von den Tremeloes vorgetragene Welthit „Silence ist golden“ brachte die Stimmung zum Überkochen. Und genau dieser Song erlebte eine Wiederholung etwa eine Stunde nach der Veranstaltung im Vereinsheim, das von Helma für die vier Sänger der britischen Popgruppe geöffnet wurde. Nachdem sie vom vier Tage vorher begangenen Geburtstag unserer Wirtin erfahren hatten, erfolgte für Helma ein unvergesslicher Augenblick mit dem in „a cappella“ vorgetragenen Song, der Stunden zuvor zahlreiche Besucher im Festzelt verzauberte.
Von 1987 bis 1993 führte Helma das Vereinsheim, unterstützt von ihrem leider zu früh verstorbenen Mann Wolfgang (Blacky), der über sechs Jahre in einer der erfolgreichsten Ären im Jugendfußball des Vereins als Jugendleiter fungierte. Auch ihre Mutter, Frau Mathilde Wolf, in Vereinskreisen liebevoll „Dande“ genannt, trug mit ihren Back- und Kochkünsten zu einer Wohlfühlatmosphäre bei, auf die viele, insbesondere ältere VfB-ler auch heute noch gerne zurückblicken. Und so bleiben auch die Frikadellen und der Käsekuchen von der „Dande“ ein Überbleibsel im Rahmen der besonderen Reminiszenz.
Die liebevolle Art, mit der sich Helma um ihre Gäste bemühte, zeichnete sie aus und begründete eine besondere, nahezu familiäre Stimmung im Fußballerhaus. Viele tolle, unvergleichliche Momente erzeugen auch gegenwärtig noch Dankbarkeit, teilweise aber auch Verwirrung bei jenen, denen die Geschichte über Helmas Zeit in der Führung des Vereinsheimes erzählt wird. Beispielseise, wenn man vom Abstieg des VfB in die damals unterste Spielklasse nach einer dramatischen Niederlage gegen Italia Groß-Gerau berichtet. Proppenvoll war anschließend das Vereinshaus bis morgens um 5 Uhr mit einer Stimmung, die eher einem Aufstieg zur Ehre gereicht hätte. Es war auch Helmas Charme, der mit dazu beigetragen hatte.
Zwei knapp verpassten Aufstiegen wurde nachgetrauert, viele schöne Jugendweihnachtsfeiern, tolle Abschlussabende der Alten Herren, aber auch legendäre „Funzelabende“ zeugen von einer temperamentvollen Zeit, die Verein und Helma gemeinsam erlebt haben.
Wehmut kam auf, als die Brabänders und Oma Wolf im Sommer 1993 zum „adieu sagen“ eingeladen hatten und viele aus verschiedenen Altersgruppen als ihre Gäste noch einmal begrüßen durften. Liebevoll gedeckte Tische, allerhand kulinarische Leckereien und ein toller Sommerabend sorgten ein letztes Mal für einen besonderen Moment.
Ein Bundesligaspiel in München zwischen den Bayern (Helma) und Wolfgang (Eintracht) wurde den beiden geschenkt, sicher nicht, dass sie sich wegen ihrer jeweiligen Affinität zu dem einen oder anderen Verein in die Haare hätten kriegen sollen. Wie man dazu später vernehmen konnte, sei der Aufenthalt in München harmonisch verlaufen.
Sigi Trautmann

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