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Verein | News | 06.07.2021
06.07.2021
Ein Blick zurück ...

... der Schwarze-Kater-Club, ein legendärer Stammtisch Ginsheimer Fußballer

In früheren Jahren legten die Ginsheimer Fußballer mehr als heute gehobenen Wert auf die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben in ihrer Heimatgemeinde. Fußball alleine genügte nicht, auch wenn er Hauptgrund für Zusammenkünfte war. Aufgrund dieser Mentalität überrascht es nicht, dass am 5. März 1964 im Cafe Ambach der Schwarze-Kater-Club gegründet wurde, dem ausschließlich ehemalige Fußballer und passive Mitglieder des Vereins angehörten. Die seltsame Namensgebung sei, so wurde mehr oder weniger glaubhaft erzählt, aufgrund der Vorliebe eines der
Gründungsmitglieder zu dem edlen Getränk „Schwarzer Kater“ entstanden.
Der Stammtisch, der fortan immer donnerstags „beim Ambach“ zusammenkam, hatte sich aus einem Gefühl der Gemeinsamkeit heraus entwickelt, die in einer jahrelangen Freundschaft der sechzehn Gründungsmitglieder ihren Ursprung hatte. Das Clubleben entwickelte sich sprunghaft, eine Kasse wurde eingeführt und gar eine Satzung entworfen, aus der u.a. zu entnehmen war, dass die Aufnahme eines neuen Kater-Mitglieds nur durch Stimmenmehrheit der Clubmitglieder erfolgen konnte. Auf ein Schreiben an die Herstellerfirma des „Schwarzen Katers“ mit dem Hinweis auf die Clubgründung folgten nicht nur Gratulationsschreiben und eine „flüssige Anerkennung“, sondern auch die Übergabe eines eigenen Wimpels, der im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Juni 1964 durch den Bezirksvertreter der Firma überreicht wurde. In der Folge wurde bekannt, dass europaweit noch weitere 120 Kater-Clubs existierten und mit den „Kater-Nachrichten“ sogar eine eigene
Clubzeitung unterhalten wurde. Die berichtete seinerzeit von sehr vorbildlichen Aktivitäten des neugegründeten Ginsheimer Clubs, dessen Bekanntheitsgrad bis nach Wien ausstrahlte und dort den Wiener Damen-Kater-Club erreichte. Auch bundesweit war der Ginsheimer Club bis in den hohen Norden der Republik präsent.
Hanno Janz berichtet aus seiner beruflichen Laufbahn von einem Präsentationsraum der Kieler Firma Lehment, die er im April 1981 als neuer Mitarbeiter des damals weltweit führenden Spirituosenunternehmens Seagram aufsuchte. Viele interessante und schöne Fotos hätten die dortigen Wände geziert mit Abbildungen u.a. von Peter Frankenfeld, Gert Fröbe und Politikern wie Konrad Adenauer. Im weiteren Blickfang sei ihm dann ein Bild vom Schwarzen-Kater-Club Ginsheim aufgefallen, das mit dem Johannisbeer-Likör Schwarzer Kater zuprostende Stammtischbrüder im Ratskeller zeigte.
Treibende Kraft im „Schwarzen-Kater-Stammtisch“ war der in 2015 verstorbene Werner Christ, Sohn von August Christ, einem der Vereinsgründer des VfB. Christ textete auch das Clublied „Der Schwarze Kater“, dessen Melodie kein Geringerer als der bekannte Ginsheimer Komponist Georg Dauborn beisteuerte. Mit einigen wenigen Mitstreitern gehörte Werner Christ dem Club bis 1990 an, als die Gemeinschaft sich auflöste und damit ein Stück weit Vereinsleben der Ginsheimer Fußballer erlosch.
Eine außergewöhnliche Männerfreundschaft war es, die unvergessen bleibt. Das beigefügte Gründerbild stammt aus dem Jahr 1964 u.a. mit dem einzig noch lebenden Schwarzer-Kater-Club Mitglied Willi Saul.

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